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Daniel Hensel

Stück für zwei Klaviere wiederentdeckt

Musikarchäologie in eigener Sache: in einer Kiste tauchte mein Stück für zwei Klavier wieder auf, das seit 2000 verschollen war. Am Tage der Uraufführung, der Feier des 75. Geburtstages von Bertold Hummel, erfuhr ich vom Tode Gerhard Schedls!

Wie gewonnen, so zerronnen

Da meine Anna am 8.4. die Erstkommunion hat und ich direkt davor aus privaten Gründen in Polen bin, war eine Teilnahme meinerseits nicht möglich, damit durfte aber auch das Werk nicht mehr am Finale teilnehmen, schade, da es tolle Musiker aufgeführt hätten. Aber diesen Tag mit meiner Frau nach ihrer Krankheit gemeinsam begehen zu dürfen, wiegt größer als jeder mögliche Preis.

Vielleicht ein andermal. Auf „gut Glück“ teilnehmen bedeutet manchmal auch, dass man tatsächlich Glück haben kann, das einem aber Schwierigkeiten bereitet. :)

Ich danke der via nova, insbesondere Frau Czarnofske für Ihre Mühen und Geduld! Vielleicht klappt es ja nächstes Jahr!

Im Finale der via nova

Sehr geehrter Herr Dr. Hensel,
 
wir freuen uns sehr Ihnen mitteilen zu können, dass die Jury des Orchestermusikwettbewerbs der 19. Weimarer Frühjahrstage entschieden hat, Sie zum Finale des Wettbewerbs nach Weimar einzuladen!
Der Jury gehörten an: Gwyn Pritchard, Mario Wiegand, Peter Helmut Lang, Alexander Strauch, Salome Kammer und Markus L. Frank (Dirigent).
Dazu gratulieren wir recht herzlich!
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Melanie Czarnofske
Geschäftsführung und Projektmanagement via nova e.V./
Projektleitung Landesjugendensemble Neue Musik Thüringen
 
Via nova – zeitgenössische Musik in Thüringen e.V.
Goetheplatz 9b
D-99423 Weimar Tel./Fax: 0049 (0) 3643-490748
www.via-nova-ev.de
 
Unbekannt
 
Details unter www.via-nova-ev.de

Konzepte?

Ich habe mich immer gefragt, wozu Komponisten Konzepte brauchen. Gerhard Schedl verlangte immer ein ausgearbeitetes Konzept, dann könnte man aus musikalischen Gründen ja vom Konzept abweichen. Mich hat das als überschwänglichen, romantischen Jugendlichen geradezu gelähmt. Je besser das Stück, umso weniger merke man die Konstruktion, sagte er. Mein späterer Gehörbildungslehrer Hermann Beyer sagte mir jedoch, dass die Konstruktion falsch sei, wenn man von ihr aus musikalischen Gründen abweichen müsse. Wolfgang Rihm wiederum meinte im Gespräch, man dürfe nicht wie Schedl zwischen Konstruktion und Emotion unterscheiden. Heinz Winbeck verfuhr im Unterricht so, dass er mich mitten im musikalischen Altantik aussetzte und sagte: "schwimm an Land, egal wie". Genau so muss man es machen: um sein Leben schwimmen, um sein Leben komponieren, es geht ja auch darum!